Ein Nachmittag wie ein Kaleidoskop


Bereits zum dritten Mal kam Professor Takaaki Sonoda ins Kinderhospiz Sterntaler, um die Kinder und Jugendlichen für einen Nachmittag lang in die Wunderwelt von Licht und Reflexion zu entführen. Gemeinsam mit Michael Bremmer, dem Vorstand der Fördergemeinschaft Suchtprävention Ludwigshafen, die für die Material-Kosten für den Sterntaler-Bastelnachmittag aufkommen, unterstützt und inspiriert er die jungen Menschen beim Basteln, wo es nur geht.

Auf dem Weg zu den Sterntalern hatten Michael Bremmer und Takaaki Sonoada während der Zugfahrt wundervolle Kraniche aus Origami entstehen lassen, um sie den Kindern zu schenken. Zum Einstieg in die Wunderwelt durften sie sich dann selbst unter Anleitung von Takaaki im Origami falten probieren – so entstanden auf magische Art und Weise Katzen und Herzen, die Kraniche waren dann doch eine Stufe zu schwer.

„Jeder ist ein Künstler.“ Davon ist Takaaki Sonoda fest überzeugt – und in seiner authentischen und mitreißenden Art fällt es ihm auch gar nicht schwer, die Mädchen und Jungen derart zu begeistern, dass sie mit Feuereifer bei der Sache sind und konzentriert zu Schere, Kleber, Stift und Diamant-Fräser greifen.
Zu Beginn wurden Quadratische Stücke aus Pappe, die auf einer Seite mit einer Spiegelfolie beschichtet sind, verbunden. Bei drei weiteren Quadraten wird eine kleine Ecke abgeschnitten, so dass ein Guckloch für das spätere Kaleidoskop entstehen kann. Anschließend ist die Gestaltung der Innenseiten dran: Auf diesen werden die gewünschten Motive mit Bleistift vorgezeichnet, dann mit einem Fräser nachgezogen und mit bunten Folien beklebt. Ganz anschaulich erklärt Takaaki den kleinen Sterntalern die nötigen Handgriffe und lässt sie seinen Stolz und seine Begeisterung für ihr kleines Wunderwerk spüren. Zum Schluss werden die einzelnen Teile zusammengefügt und der Kaleidoskop-Würfel ist vollendet.

Und da ist der magische Moment: wenn die Kinder und Jugendlichen das allererste Mal in ihr selbst geschaffenes Kaleidoskop blicken und sich der Wunderwelt von Licht, Formen und Reflexion hingeben – untermalt von sanften Klängen einer Spieluhr.

Zum Abschluss vergibt jeder Künstler seinem Würfel-Kaleidoskop einen Namen. „Himmelszelt“, „Der glückliche Würfel“, „Geburstag“, „Dream“ und „Weihnachtswelt“ sind nur ein paar der Titel der kleinen und großen Künstler.

Wenn die Sterntaler diesem Nachmittag einen Namen geben sollten,
dann wäre der: „Subarashidesu“… was „wundervoll“ auf Japanisch heißt!
Danke Professor Takaaki Sonoda für diese besonders schönen Stunden.