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Stationäres Kinderhospiz
Sterntaler

Im stationären Kinderhospiz wird Ihre ganze Familie aufgenommen – mit allem, was Sie bewegt und belastet. Während Ihr Kind rund um die Uhr liebevoll versorgt wird, entsteht Raum für Erholung, Austausch und Momente, in denen wieder Kraft wachsen darf.

Bei akuten Anfragen bezüglich eines stationären Platzes im Kinderhospiz erreichen Sie uns unter der Nummer:

06232 / 699 830 11

Kinderhospizarbeit ist ein unterstützendes Angebot für die gesamte Familie lebensverkürzend erkrankter Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Der Weg von der Diagnosestellung bis zum Tode des Kindes zieht sich häufig über viele Monate und Jahre.

Die Unterstützung durch ambulante Kinderkrankenpflegedienste (Pflegefachkräfte) und ambulante Kinderhospizdienste (ehrenamtliche Familienbegleiter) ermöglicht den jungen Menschen so lange wie möglich in ihrem häuslichen Umfeld zu leben. Wichtig ist es, den Blick auf die ganze Familie zu lenken, die durch die permanente Pflege des kranken Kindes und unerwartet auftretende Akutphasen physisch und psychisch stark belastet ist.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung werden im Kinderhospiz Sterntaler gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern liebevoll aufgenommen und von unseren qualifizierten Pflegefachkräften rund um die Uhr gepflegt und betreut. Dies alles geschieht in enger Absprache und Zusammenarbeit mit den Eltern, die sich je nach Wunsch und Bedarf auch ganz aus der Pflege ihrer kranken Kinder zurückziehen können.

Im Kinderhospiz Sterntaler können sie sich während eines Entlastungsaufenthaltes nach individuellen Bedürfnissen erholen und neue Kraft tanken. Auch für Kontakt zu anderen Familien ist hier Raum. Leben und Lachen stehen im Vordergrund.

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“

Cicely Saunders

Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliative Care

Ein besonderes Augenmerk gilt auch den Geschwisterkindern. Für sie bieten wir Unterstützung und Begleitung durch unser Team von Pädagogen und ehrenamtlichen Familienbegleitern an, die durch individuelle und regelmäßige Angebote Raum, Zeit und somit Vertrauen schaffen. Musiktherapie, tiergestützte Angebote, Klettern, gemeinsames Toben, Reden, Spielen und Lachen unterstützen die Kinder in der Betrachtung der eigenen Geschichte oder bieten eine kleine Auszeit mit Gleichgesinnten.

Großen Wert legen wir auf eine häusliche, liebevolle Atmosphäre und eine behutsame Sterbe- und Trauerbegleitung. Eltern und Geschwister werden in ihren Entscheidungen gestützt und begleitet. In der letzten Lebensphase ist eine unbürokratische, kurzfristige Aufnahme möglich. Die Wünsche, Bedürfnisse und Weltanschauungen des Kindes und der Familienangehörigen stehen im Vordergrund.

Der Kinderhospiz-Gedanke stammt ursprünglich aus England. Dort lebte ein kleines Mädchen namens Helen, das 1978 an einem Hirntumor erkrankte und niemals wahrnehmen konnte, wie viel Bedeutung ihre eigene Krankheit auf das Leben so vieler chronisch und unheilbar erkrankter Kinder haben würde.
Zwar konnte Helens Tumor entfernt werden, allerdings war ihr Gehirn irreparabel geschädigt. Sie konnte weder sprechen noch sitzen noch ihre Bewegungen koordinieren.

Zufällig lernte Schwester Frances Dominica, eine Nonne und Kinderkrankenschwester, Helens Familie kennen – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Schwester Frances besuchte das kleine Mädchen während seines langen Krankenhausaufenthaltes immer wieder und kam auch danach weiter zu ihm nach Hause.

Um die Eltern zu entlasten, nahm die engagierte Nonne die kleine Helen schließlich zu sich ins Kloster. Damit war „Helen-House“ geboren.
Als weltweit erstes Kinderhospiz nahm es 1982 seine Arbeit auf. In Deutschland entstand 1998 in Olpe das erste stationäre Kinderhospiz.

Das Kinderhospiz Sterntaler beherbergt seit 2009 als erste und einzige stationäre Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar seine kleinen und großen Gäste.

Im Kinderhospiz Sterntaler steht nicht nur die medizinische und pflegerische Versorgung im Mittelpunkt, sondern auch eine liebevolle, ganzheitliche pädagogische Begleitung. Unser Bestreben ist es, durch gezielte pädagogische Impulse, sensorische Angebote, kreatives Gestalten oder einfach durch liebevolle Zuwendung Struktur und Geborgenheit zu schenken.

Unsere Arbeit versteht sich als ganzheitliche Begleitung, die sich flexibel an den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Wünschen der gesamten Familie orientiert.

Pädagogische Angebote & Aufgaben

  • Stationäre Aufenthalte
    Während des stationären Aufenthalts begleiten wir die Kinder und ihre Familien individuell im Alltag. Mit gezielten pädagogischen Aktivitäten schaffen wir Struktur, Abwechslung und Geborgenheit.
  • Familiennachmittage
    Unsere Familiennachmittage bieten Raum für Begegnung und Gemeinschaft. In entspannter und geschützter Atmosphäre können Eltern miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und Kraft tanken, während die Kinder gemeinsame Aktivitäten genießen. Hier entsteht ein wertvolles Netzwerk gegenseitiger Stärkung und des Verständnisses.
  • Sonderaktionen & Themenwochen
    Mit viel Kreativität und Herzblut gestalten wir regelmäßige Sonderaktionen sowie vielseitige Themenwochen. Ob musikalische Angebote, jahreszeitliche Feste, künstlerisches Schaffen oder besondere Ausflüge – diese Highlights bringen Buntstimmigkeit, Abwechslung und strahlende Kinderaugen in das Hospizleben.
  • Geschwisterfreizeiten
    Geschwister von erkrankten Kindern stehen im Alltag oft vor besonderen Herausforderungen und stellen ihre eigenen Bedürfnisse häufig zurück. Bei unseren Geschwisterfreizeiten stehen sie ganz bewusst im Mittelpunkt: Sie dürfen Gemeinschaft mit Gleichaltrigen erleben, gemeinsame Abenteuer bestreiten, ihre Gefühle teilen und einfach wieder unbeschwert Kind sein.

Hinter den Kulissen: Organisation & Aufgaben im pädagogischen Bereich

Damit die Angebote für die Familien reibungslos und in hoher Qualität stattfinden können, umfasst die pädagogische Arbeit bei Sterntaler auch vielfältige organisatorische Aufgaben:

  • Organisation & Planung: Sorgfältige Vorbereitung aller Freizeit- und Pädagogikangebote.
  • Instandhaltung & Raumgestaltung: Vorhaltung und Pflege einer anregenden, geschützten Umgebung für die Kinder.
  • Öffentlichkeitsarbeit & Aufklärung: Aktive Mitgestaltung von Informationsangeboten, um die Hospizarbeit in der Gesellschaft sichtbar zu machen und Berührungsängste abzubauen.

Aromapflege

Die Anwendung von ätherischen Ölen ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern man kann ihre Geschichte bis ins Jahr 7000 v. Chr. zurückverfolgen. Eine Pflanze bildet Öle zur Abwehr von Parasiten, Bakterien (natürliche Antibiotika) und Pilzen. Sie dienen zur Kommunikation unter den Pflanzen und zur Anlockung von Sexualpartnern (z. B. Bienen).

Ätherische Öle haben einen erheblichen Einfluss auf das physische und psychische Empfinden des Menschen. In Duftlampen eingesetzt, lösen sie sich in der Luft und wirken durch ihre Inhaltsstoffe und Düfte direkt auf den Menschen.

„ Allgemein schenken wir den Düften heutzutage viel zu wenig Aufmerksamkeit und wissen gar nicht, was uns dadurch entgeht. Sie sind vielleicht sogar der einzig wahre Schlüssel zur unserer Seele- sie berühren unser Innerstes auf besondere Weise. “

Prof. H. Hatt

Biologe, Mediziner

Die Aromapflege ist keine eigenständige medizinische Richtung, sondern handelt komplementär, das heißt begleitend zur „normalen“ Medizin. Durch sie können Medikamente, z.B. bei Schmerzen, Depressionen, reduziert werden. Das kommt dem Körper zu Gute, da weniger Chemie eingesetzt werden muss.

Die Aromapflege eignet sich als unterstützende Maßnahme:

  • bei allgemeinen Befindlichkeitsstörungen, wie Erkältungskrankheiten, Muskelschmerzen, Verspannungen, Hautproblemen, Infektionen, Schmerzen
  • Psychische Beschwerden, wie leichte Depressionen, Stimmungsschwankungen
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • gegen Schlafstörungen
  • in der Trauerzeit
  • in der Sterbebegleitung

Aromapflege im Kinderhospiz Sterntaler

Wir verwenden für die Aromapflege nur Spitzenprodukte aus biologischem Anbau, die rückstandskontrolliert sind. Für unsere stationären Gäste (inkl. Familie) besteht die Möglichkeit, einen Beratungstermin oder einen Termin für eine Aromamassage im Kinderhospiz auszumachen. Um auch unseren Familien der ambulanten Kinderkrankenpflege Zugang zu dieser natürlichen Hilfe der Natur zu gewähren, haben wir im Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen eine Aromasprechstunde eingerichtet.

Shiatsu

Shiatsu bedeutet wörtlich übersetzt „Fingerdruck“ und ist eine aus Japan stammende ganzheitliche Körperarbeit, die durch Akkupressur- und Mobilisationstechniken positiv auf den Energiehaushalt des Körpers einwirkt und die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Shiatsu kann helfen:

  • Einen Zustand tiefer Entspannung zu erreichen
  • Blockaden zu lösen
  • Innere Balance zu gewinnen
  • Stress abzubauen
  • Freude am Leben zu erfahren
  • Die Selbstachtsamkeit zu fördern
  • Den Körper und seine Grenzen bewusst wahrzunehmen

Shiatsu ist für Menschen jeden Alters und Gesundheitszustandes geeignet und wird bei uns im Kinderhospiz Sterntaler für unsere stationären Gäste, inkl. Familien angeboten. Es handelt sich um eine sehr sanfte Körperarbeit, die individuell auf den Menschen mit seinen augenblicklichen Bedürfnissen abgestimmt wird.

Watsu im Kinderhospiz Sterntaler – Wege zu Gesundheit und Wohlergehen

Im Kinderhospiz Sterntaler legen wir großen Wert darauf, den betroffenen Kindern und ihren Familien Oasen der Ruhe, Kraft und Entlastung zu schenken. Eine besonders wirkungsvolle Methode aus unserem therapeutischen Angebot ist Watsu (Wasser-Shiatsu). Diese einfühlsame Form der aquatischen Körperarbeit unterstützt die Gesundheit auf ganzheitliche Weise und schenkt Momente tiefer Geborgenheit.

Was ist Watsu? Wasser-Shiatsu für Körper und Seele

Der Begriff Watsu setzt sich aus den Wörtern „Wasser“ und „Shiatsu“ zusammen. Es handelt sich um eine spezialisierte Massage- und Bewegungstherapie, die auf den bewährten Prinzipien der traditionellen japanischen Shiatsu-Lehre basiert, jedoch vollständig im Wasser stattfindet.

Die Watsu-Behandlung erfolgt in einem 34 °C warmen Therapiebecken. Durch die angenehme Wärme und den natürlichen, statischen Auftrieb des Wassers wird der Körper vollständig von der Schwerkraft entlastet.

Während einer Watsu-Sitzung wird der Körper sanft und passiv bewegt, gedehnt und gestreckt. Dabei nutzt der Watsu Therapeut den sanften Strömungswiderstand des Wassers. Wie im klassischen Shiatsu stehen auch bei der aquatischen Körperarbeit drei Grundpfeiler im Mittelpunkt:

  • Achtsamkeit im Umgang miteinander
  • Respekt vor den individuellen Grenzen
  • Ein tiefes, getragenes Vertrauen

Die fließenden Bewegungen und harmonischen Berührungen wirken auf zwei Ebenen: Sie sprechen die energetischen Meridiane an und lockern gleichzeitig direkt die Muskulatur. Damit vereint Watsu die energetische Heilarbeit mit den physischen Vorteilen einer professionellen, passiven Bewegungstherapie.

Wie Watsu helfen kann: Die positiven Wirkungen
Die sanfte Therapie im warmen Wasser ist sowohl für die schwerstkranken Kinder als auch für deren Zugehörige und Pflegeeltern eine wunderbare Möglichkeit, den oft anstrengenden Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen. Watsu kann nachweislich helfen:

  • Tiefe Entspannung zu erreichen: Die Schwerelosigkeit im warmen Wasser beruhigt das Nervensystem.
  • Körperliche Blockaden zu lösen: Muskeltonus und Verspannungen können sich sanft reduzieren.
  • Innere Balance zu gewinnen: Geist und Seele finden wieder in ihr Gleichgewicht.
  • Stress nachhaltig abzubauen: Das sanfte Wiegen im Wasser senkt den Stresspegel spürbar.
  • Freude am Leben zu erfahren: Das Element Wasser schenkt ein Gefühl von Leichtigkeit und Lebensfreude.
  • Die Selbstachtsamkeit zu fördern: Das Körperbewusstsein und die eigene Wahrnehmung werden gestärkt.

Weitere Angebote

  • Musiktherapie
  • Tiergestützte Therapie
  • Clowns Visite

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